Viskosität

  • In unserem Fall interessiert uns natürlich ganz besonders die Viskosität des Motoröls.

    Prinzipiell gilt, das kein Schmierstoff bei jeder Temperatur die selben Schmiereigenschaften hat, ebensowenig wie es "das Öl" für alle Motoren gibt.

    Die Viskositätsangabe beinhaltet bei Mehrbereichsölen - das typische Öl für KFZ - zwei Zahlen; die erste gibt an, ab welcher Temperatur das Öl pumpbar ist, die zweite bis zu welcher Temperatur das Öl tragfähig bzw. scherstabil ist. Der Buchstabe "w" steht für "Wintergeeignet".

    Folgende Tabelle zeigt die Viskosität bei 100 °C, mit zunehmender Viskosität ist auch die Tragfähigkeit des Öls höher.


    SAE 16
    5,6 mm²/s bis 6,9 mm²/s
    SAE 20
    6,9 mm²/s bis 9,3 mm²/s
    SAE 30
    9,3 mm²/s bis 12,5 mm²/s
    SAE 40
    12,5 mm²/s bis 16,3 mm²/s
    SAE 50
    16,3 mm²/s bis 21,9 mm²/s
    SAE 60
    21,9 mm²/s und mehr



    Grob zusammenfassend kann man sagen, das aufgeladene Hochleistungsmotoren ein Öl mit einer höheren Viskosität und Legierung benötigen als ein eher "kalt" laufender hocheffizienter Dieselmotor.

    Ebenso kann der Einsatz verschiedener Viskositätsbereiche in den unterschiedlichen Jahreszeiten immer noch sinnvoll sein; wie man aus nachfolgender Übersicht unschwer erkennen kann.


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    An dieser Stelle sei angemerkt, das die Autohersteller immer "dünnere" Öle einsetzen, um noch irgendwo ein klein wenig Kraftstoff zu sparen (geringere Viskosität = geringere Reibung), allerdings, wie bereits erwähnt, leidet darunter die Tragfähigkeit des Öls immens. Ein deutlich höherer Verschleiß mit vorzeitigem Ende des Motorlebens kann nicht ausgeschlossen werden.

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